DER BERGWANDERCLUB AUS DER EIFEL


Los geht's!

Wanderkönig

Alimonta-Huette - Klettersteig Felice Spellini - Agostini-Huette, 8 Std.

Leider ist am dritten Bergtag in der Brenta eine dramatische Verschlechterung der Wetterlage zu verzeichnen. Bereits in der Nacht prasselt Dauerregen auf das Blechdach der 2.580 Meter hoch gelegenen Alimonta-Hütte, der auch am Morgen nicht nachlassen will. Während am Vorabend die Gipfel mit der untergehenden Sonne förmlich erglühten, sind die Bergspitzen in Nebel gehüllt, als sich die Bergwanderer an den Aufstieg zum Bocchetteweg machen. Über ein Altschneefeld geht es mühsam und steil bergan zum Joch Bocca del Armi hinauf. Rechter Hand sind jetzt drei Leitern zu erkennen, die den Einstieg in den Klettersteig Bocchette-Centrale markieren, einen der schönsten Eisenwege in der Brenta.

Aber schnell ist klar, dass Klettern und Bergsteigen im Regen und dichten Nebel auch auf dieser traumhaften Route keinen Sinn machen. Nach kurzer Beratung entschließt sich der Bergführer für einen Steilabstieg von der Passhöhe über den Klettersteig Felice Spellini, einer kürzeren Variante zur Pedrotti-Hütte, als über den höher gelegenen und nebelverhangenen Bocchetteweg. Der neue, im Jahre 2010 erst fertig gestellte und ziemlich anspruchsvolle Spellini-Klettersteig überwindet auf kürzester Distanz einen Höhenunterschied von 250 Metern. Gleich zu Beginn ist eine senkrecht abwärts führende, dabei leicht überhängende Leiter zu durchsteigen, die eine gehörige Portion Armkraft erfordert.

 

  • 001-Am regennassen Passo del Armi
  • 002-Abstieg vom Pass ueber den Klettersteig Sentiero Spellini
  • 003-Im Klettersteig Sentiero Spellini
  • 004-Im Klettersteig Sentiero Spellini
  • 005-Eine Leiter mit Ueberhang im Sentiero Spellini
  • 006-Rast beim Ausstieg aus dem Klettersteig Sentiero Spellini
  • 007-Regenwetter zieht auf in der Brenta
  • 008-Mittagseinkehr in der Pedrotti-Huette
  • 009-Die Brenta-Gipfel liegen alle im Nebel
  • 010-Auf der Bergwanderung zur Agostini-Huette
  • 011-Auf der Bergwanderung zur Agostini-Huette
  • 012-Auf der Bergwanderung zur Agostini-Huette
  • 013-Rast auf der Bergwanderung zur Agostini-Huette
  • 014-Auf dem Weg zur Agostini-Huette
  • 015-Auf der Bergwanderung zur Agostini-Huette
  • 016-Auf der Bergwanderung zur Agostini-Huette
  • 017-Weit in der Ferne ist der Garda-See zu sehen
  • 018-Auf dem Weg zur Agostini-Huette
  • 019-Die Watzmaenner an der Agostini-Huette
  • 020-Blick von der Agostini-Huette zurueck zum Pass
  • 021-Bergkapelle der Agostini-Huette
  • 022-Blick von der Bergkapelle zur Agostini-Huette
  • 023-Watzmaenner an der Agostini-Huette
  • 024-Watzmaenner an der Agostini-Huette
  • 025-Alpengluehen an der Agostini-Huette

Eine Reihe von recht schwierigen Kletterstellen müssen im Nieselregen überwunden werden und noch drei weitere vertikal angebrachte Leitern sind im Rückwärtsgang zu überwinden. Dabei erweist sich der mehr als 10 Kilogramm schwere Durchquerungsrucksack als zusätzliche Erschwernis. Nach dem Ausstieg aus der letzten Leiter überwinden die Watzmänner noch ein Schuttkar, welches bei der nassen Witterung bedachtsames Bergwandern nötig macht. Dann erreicht die Gruppe einfaches Gehgelände und steigt nach Durchquerung einer Senke unschwer zur Pedrotti-Hütte hinauf. Hier wird Rast gehalten, um die durchnässten Berghemden zu wechseln und ein heißes Getränk zu sich zu nehmen.

 

Am Nachmittag tritt dann eine leichte Wetterbesserung ein. Mehrmals kommt sogar die Sonne zum Vorschein, als wir auf schmalen Bergpfaden zur Agostini-Hütte hinüber wandern. Die berüchtigten Brentanebel verhindern allerdings eine herausragende Sicht ins Tal und auf die gewaltigen Felsentürme dieses Teils der Dolomiten. Der kurvenreiche Marsch führt über eine weitläufige Hochebene, auf der sich gewaltige Felsbrocken aus weißem Kalkgestein auftürmen. Bevor man durch eine Schuttrinne absteigt und der Agostini-Hütte zustrebt, fällt der Blick auf den weit entfernten, nördlichen Teil des Gardasees, der zwischen den gigantischen Gebirgszügen zu sehen ist. Am späten Nachmittag erreichen die Bergwanderer schließlich das Etappenziel, die Agostini-Hütte. Ein kurzer Abstecher zur nahegelegenen Bergkapelle ist sehr empfehlenswert. Der letzte Teil der Strecke und die Berggipfel dieses Teils der Brenta-Gruppe können von hier aus besonders gut eingesehen werden. Danach steht einem erholsamen Hüttenabend nichts mehr im Wege.

 

Autor: Konrad Friedgen
Fotografen: Helmut Seiwert, Konrad Friedgen

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