DER BERGWANDERCLUB AUS DER EIFEL


Los geht's!

Wanderkönig

Die Watzmänner

Rätikon

Im Grenzgebirge zwischen Österreich und der Schweiz besteigen die Watzmänner die Schesaplana und die Sulzfluh.

Die Bergwanderung des Wanderjahres 2006 führt die Watzmänner ins Rätikon, dem Grenzgebirge zwischen Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Bei herrlichem Bergwanderwetter startet die 12köpfige Wandertruppe in dem kleinen Bergdorf Brand. Anfangs leicht abwärts, wenig später aber schon steil bergan wandern wir in das Sarotlatal hinein. Mehrmals überqueren wir dabei einen rauschenden Gebirgsbach. Direkt neben dem Sarotlaweg stürzt das Wasser über felsige Terrassen schäumend zu Tal.

Beim Aufstieg zum Zimbajoch zeigt sich die Gebirgslandschaft in ihrer sommerlichen Pracht und die Wanderer genießen die pulsierende Natur in vollen Zügen. Zur Mittagszeit erreichen wir die 1.645 Meter hoch gelegene Sarotlahütte. Der Hüttenwirt serviert uns gekühlte Getränke und eine kräftige Brotzeit. Ausgangs des Talkessels beginnt dann der Zimbajochsteig. In endlosen Serpentinen schraubt sich der schmale Pfad zum Joch hinauf. Im oberen Bereich wird der Aufstieg zusehends alpiner. Ein paar einfache Kletterstellen und eine Leiter sind zu überwinden.

Am zweiten Tag der Rätikondurchquerung sind 1.900 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. In aller Herrgottsfrühe wird daher an der Heinrich-Hüter-Hütte losmarschiert. Auf schmalen Pfaden, über Geröll und durch Latschenkieferbestände steigt die Truppe dem Saulajoch entgegen. Schon bald stehen die Watzmänner am Fuße des Saulakopfes. Der Gipfelaufbau sieht von hier unten ziemlich schroff und nicht sonderlich einladend aus. An der Wegverzweigung am Gebirgssattel legen wir unsere Rucksäcke ab, lassen sie zurück und machen uns an den Aufstieg.

Der Saulajoch-Gipfelsteig windet sich serpentinenartig den Berg hinauf und wir gewinnen rasch an Höhe. Bald kommt auch der Lüner See in Sicht. Auf dem Weg zum Gipfel sind einige Drahtseil gesicherte Kletterstellen zu überwinden. Aber von einem richtigen Klettersteig kann keine Rede sein. Problemlos und zügig steigen wir bergan. Schon bald kommt das Kreuz in Sicht. Gut griffiger und stufiger Fels, sowie die Aussicht auf ein tolles Gipfelerlebnis beflügeln noch einmal unsere Schritte.

Am 3. Bergtag im Rätikon steht die Begehung des Rätikonhöhenweges-Südseite auf dem Programm der Watzmänner. Gegen 08:00 Uhr verlassen wir die gastliche Totalphütte und wandern hinüber zum 2.378 Meter hoch gelegenen Gamsluggen, einem Joch, das uns die Überschreitung der Gebirgskette in den Schweizer Teil des Rätikons ermöglicht.

Auf dem Weg dorthin fällt der Blick immer wieder hinunter zum verschlafenen und im Frühlicht glänzenden Lüner See und zurück zum schneebedeckten Gipfel der Schesaplana. Nach einem steilen Abstieg vom Gamsluggen nach Süden erreichen wir nicht nur sanftes Gehgelände, sondern wandern auch von jetzt an zum ersten Mal in der Schweiz. Auf den saftigen Almwiesen grasen Bergschafe und wir bekommen auch die erste und einzige Gams dieses Bergwanderjahres zu Gesicht. Ständig das gewaltige Grenzgebirge zu unserer Linken, wandern wir an diesem sonnigen Morgen dem Schweizer Tor entgegen.

Der vierte und letzte Bergwandertag im Rätikon bringt eine Eintrübung der Wetterlage. Am Morgen ist der Himmel bewölkt und die Bergspitzen hüllen sich alle in Nebel. Keine guten Vorraussetzungen für den Gipfelsturm über den Sulzfluh-Klettersteig. Wir verlassen die Carschina-Hütte im Nieselregen und wandern hinüber zur Abzweigung des Normalweges. Der Einstieg in die Südwand ist recht wild und bei diesem nassen Fels gar nicht so ungefährlich.

Deshalb sind wir froh, dass wir uns beim Klettern am fest verankerten Drahtseil festhalten können. Kurz darauf wird der Steig jedoch merklich flacher. Wir wandern über Geröll und plattigen Fels. Je höher wir steigen, desto dichter wird der Nebel. Hart gesotten wie die Watzmänner nun einmal sind, lassen wir uns von der widrigen Wetterlage nicht entmutigen und steigen zügig dem Gipfel entgegen. Als nach etwa zwei Stunden das Gipfelkreuz der Sulzfluh schemenhaft aus dem Nebel auftaucht, machen wir uns keine großen Hoffnungen auf ein überwältigendes Gipfelpanorama.

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