DER BERGWANDERCLUB AUS DER EIFEL


Los geht's!

Seiseralm - Schlern - Maximiliansteig - Tierser-Alpl-Hütte, 08:00 Std.

Auf den Spuren des sagenhaften Zwergenkönigs Laurin durchstreifen die Watzmänner auf einer fünftägigen Bergwanderung das Naturwunder Rosengarten. Vom Schlernmassiv im Norden bis zum Karer Pass im Süden erstreckt sich der acht Kilometer lange und wohl schönste Teil der Dolomiten. Wild zerklüftete Felswände, bizarre Gipfel und tief eingeschnittene Täler prägen diese sagenumwobene Alpenregion, die jeden Kletterer und Bergwanderer in ihren Bann zieht.

Die zehnköpfige Gruppe startet zur Rosengartendurchquerung auf der Seiseralm. Gleich zu Beginn zeigt sich das Bergpanorama wahrhaft gigantisch. Wie ein gewaltiges Bollwerk ragt vor den Watzmännern der Schlern mit seinen senkrechten Wänden auf. Über den Touristensteig erreichen wir die Schlernhochfläche. Steinmanderl weisen den Weg hinauf zum Gipfel der Roterdspitze. Obgleich kein Gipfelkreuz die 2.658 Meter hohe Bergspitze schmückt, ist das Panorama wahrhaft grandios. Weit schweift der Blick über das riesige Areal der Seiseralm. In der Ferne sind die Langkofel- und Sellagruppe zu bewundern und in der Nähe ragen die Erhebungen des Rosengartens auf.

 

  • 001-Auf der Seiser Alm
  • 002-Auf der Seiser Alm
  • 003-Auf der Seiser Alm
  • 004-An der Jausenstation Prossliner Schwaige
  • 005-An der Jausenstation Prossliner Schwaige
  • 006-Im Touristensteig beim Aufstieg zur Schlernhochflaeche
  • 007-Auf der Schlernhochflaeche - Blick auf die Rosszaehne
  • 008-Auf der Schlernhochflaeche - Blick auf die Rosengartengruppe
  • 009-Aufstieg zur Roterdspitze
  • 010-Auf der Roterdspitze, 2.658 m mit Blick auf die Tierser-Alpl-Huette
  • 011-Im Maximiliansteig
  • 012-Im Maximiliansteig
  • 013-Freies Klettern im Maximiliansteig
  • 014-Im Maximiliansteig mit Blick auf Tierser-Alpl-Huette
  • 015-Im Maximiliansteig - Blick in die Rosengartengruppe
  • 016-Kurze Kaminkletterei im Maximiliansteig
  • 017-Im Maximiliansteig
  • 018-Tierser-Alpl-Huette vom Maximiliansteig
  • 019-Im Maximiliansteig - Beim Aufstieg zum Grossen Rosszahn
  • 020-Im Maximiliansteig - Beim Aufstieg zum Grossen Rosszahn
  • 021-Im Maximiliansteig - Blick auf Sella und Marmolada
  • 022-Im Maximiliansteig - Blick auf die Langkofelgruppe
  • 023-Im Maximiliansteig - Abstieg zur Tierser-Alpl-Huette
  • 024-An der Tierser-Alpl-Huette
  • 025-Alpengluehen in der Langkofelgruppe


Nach der Gipfelrast wird die Klettersteigausrüstung angelegt, denn hier beginnt der Maximiliansteig. Vom der Bergspitze klettern die Watzmänner in die Roterdscharte ab. Rechts und links des Grates, oder genau darüber hinweg verläuft die Route. Der Steig hat es in sich! Sicherungsseile sind recht selten anzutreffen und das Gelände ist ziemlich ausgesetzt. Oftmals ist freies Klettern im 1. Grad erforderlich um die exponierten Stellen zu meistern. An der Schlüsselstelle, einem kleinen Kamin, zieht man sich mittels einer Handschlaufe in eine Felsspalte hinein und sucht sich rechts und links im lotrechten Fels feste Tritte. Hier ist gar Klettertechnik im 2. Grad gefragt. Die Fortsetzung der Route bis zum Gipfel des Großen Rosszahns gerät zu einer einzigartigen Gratwanderung. Von der 2.653 Meter hohen Bergspitze fällt der Blick dann besonders schön auf die Tierser Alpl Hütte, in der wir unser Nachtlager beziehen werden.

Der Große Rosszahn ist mit Abstand die wuchtigste Erhebung, einer Gruppe mit unzähligen Türmen und Zinnen, die sich nach Nordosten hin anschließt und die man gemeinhin als die „Rosszähne“ bezeichnet. Über den Grat steigt die Gruppe in die Rosszahnscharte ab und von dort am fest verankerten Drahtseil durch den Steilabstieg hinunter zur Tierser Alpl Hütte. Hier klingt dieser zauberhafte Bergtag aus, das erste Bier macht die Runde und nach kurzer Zeit ist auch im Rosengarten der bekannte Trinkspruch der Watzmänner lautstark zu hören, das dreifach kräftige Watz..mann, Watz..mann, Watz..mann!!!

 

Autor und Fotograf: Konrad Friedgen

 

 

 

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