DER BERGWANDERCLUB AUS DER EIFEL


Los geht's!

Wanderkönig

Badener Hütte - Unterer Keesboden - Neue Prager Hütte, 7 Std.

Einsetzender Nieselregen kündet am Morgen des vierten Bergtages nichts Gutes an, als sich die Watzmänner von der Badener Hütte auf den Weg machen und der Route des Venediger Höhenweges durch die grasige Hangflanke des Löbbenbachtals folgen. Auf einer Seehöhe von ca. 2.600 Metern werden mehrere Gebirgsbäche überschritten und einige, mit Drahtseilen gesicherte Kletterstellen durchstiegen. Ausgesetzte Felsenstufen und plattiges Gestein sorgen immer wieder für Abwechslung. Während über dem weit entfernten Virgental noch dichter Nebel liegt, sind die Blicke hinab ins Löbbenbachtal überaus bemerkenswert.

Schließlich erreicht die Gruppe das 2.770 Meter hoch gelegene Löbbentörl. Eine kurze Pause an der felsigen Scharte wird dazu genutzt, die Bekleidung noch einmal regendicht zu machen, bevor der Abstieg zum Gletscher des Unteren Keesbodens beginnt. Über Geröll und grobes Blockgestein geht es sodann bergab. Linker Hand fällt alsbald der Blick auf die schwarze Kristallwand, die gefährlichste Kletterroute in den Hohen Tauern und auf einen direkt daneben senkrecht aufragenden Gletscherabbruch. Sehr imposant geleitet uns dann der Venediger Höhenweg talwärts über den Scheitel einer Gletschermoräne. Hier ist wieder einmal der dramatische Rückgang der Alpengletscher zu beobachten.

 

  • 001-Aufbruch an der Badener Huette
  • 002-Venediger Hoehenweg ueber dem Loebbenbachtal
  • 003-Ueber dem Loebbenbachtal
  • 004-Ueber dem Loebbenbachtal
  • 005-Venediger Hoehenweg - Am Loebbentoerl
  • 006-Rast unterhalb der Kristallwand
  • 007-Abstieg zum Unteren Keesboden
  • 008-Auf dem Venediger Hoehenweg am Unteren Keesboden
  • 009-Gletscherspalten im Unteren Keesboden
  • 010-Gletscherquerung des Unteren Keesbodens
  • 011-Gletscherspalten auf dem Unteren Keesboden
  • 012-Gletscherrast auf dem Unteren Keesboden
  • 013-An der Gletscherzunge des Unteren Keesbodens
  • 014-Blick auf den Unteren Keesboden
  • 015-Venediger Hoehenweg - An der Alten Prager Huette
  • 016-Blick von der Alten Prager Huette ins Gschloessbachtal
  • 017-Aufstieg zur Neuen Prager Huette
  • 018-An der Neuen Prager Huette

Über eine weglose Geröllhalde, auf der man den genauen Wegverlauf nur noch erahnen kann, betreten wir schließlich den Gletscher. Rechts und links der Route tun sich auf dem klirrenden Eis kleinere und größere Spalten auf, die von den Bergwanderern mittels Steigeisen umgangen oder überschritten werden. Nach der erfolgreichen Gletscherüberschreitung des Unteren Keesbodens steigen wir auf einem kaum noch erkennbaren Felsenpfad, den der Bergführer Christian Treimer während einer Gletscherrast vorerkundet und mit Steinmännchen neu markiert hat, zur verlassenen Alten Prager Hütte auf. Hier wird eine kurze Wanderpause eingelegt um die herrlichen Aussichten auf die Gletscher- und Moränenlandschaft des Unteren Keesbodens aus luftiger Höhe zu genießen.

Auch der Blick ins Gschlössbachtal, durch das wir tags darauf talwärts marschieren werden, beeindruckt die Watzmänner sehr. Hinter der Alten Prager Hütte verlassen wir den Venediger Höhenweg und folgen einem steilen Felsenpfad zur Neuen Prager Hütte hinauf, um von dort aus am nächsten Tag die Besteigung des Großvenedigers in Angriff zu nehmen. Erneut einsetzender Regen lässt die Bergsteiger zweifeln, ob das Gipfelziel des nächsten Tages erreicht werden kann. Ziemlich durchnässt erreichen wir kurz darauf die Hütte und beziehen bereits am frühen Nachmittag als die einzigen Gäste der Neuen Prager Hütte unsere 2.796 Meter hoch gelegenen Lager.

 

Autor und Fotograf: Konrad Friedgen

 

 

 

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